Sascha Dettbarn


Zwischen Geste, Unbewusstem und Klang

 

Die Malerei von Sascha Dettbarn entspringt einem intuitiven, automatischen Prozess, in dem bewusste Kontrolle zugunsten innerer Impulse aufgehoben wird. Seine Werke formen sich als dichte Felder von Geste, Farbe und materieller Intensität. Dynamische Bewegungen und schichtweise aufgebaute Farbräume erzeugen Zwischenwelten, in denen psychische Prozesse, Erinnerungsfragmente und archetypische Bilder visuelle Gestalt finden.

 

Dettbarns künstlerisches Schaffen verzichtet bewusst auf Narration und Figuration und öffnet stattdessen ein Feld reiner Präsenz: Der Akt des Malens wird zur existenziellen Praxis, in der das Sichtbare und das Unsichtbare, das Bewusste und das Unbewusste in einen flüchtigen Dialog treten. In diesem Spannungsraum wird Malerei nicht als Abbildung, sondern als Erkundung jener Schwellenbereiche erfahrbar, an denen Wahrnehmung, Selbst und Welt ineinander übergehen.

 

Diese Suchbewegung setzt sich in Dettbarns Klangprojekt Sopora fort, dessen sphärische, ambientartige Klanglandschaften ebenfalls als Räume des Übergangs fungieren. Bild und Klang verweben sich zu einer umfassenden künstlerischen Praxis, die sich der Sprache entzieht und stattdessen ein kontemplatives Erleben innerer wie äußerer Wirklichkeiten ermöglicht.